Vorentwurf

 

Beim Vorentwurf versuchten wir ein Gleichgewicht zwischen der Wirtschaftlichkeit und dem gegenwärtigen Wohnstandard zu finden und, was am wichtigsten ist, dem Haus sein früheres Aussehen, das wegen solcher und solcher Renovierungen verloren ging, zurückgeben. Wir folgten drei wichtigen Aspekten. Erstens, alte Gebäude sind unser Kulturerbe, sie enthalten altes Handwerkswissen. In diesem Erbe haben Zimmermanns-, Maurer- und Baumeister ihre Spur hinterlassen. Der zweite Aspekt ist Nachhaltigkeit. Das Baumaterial wurde der Natur ausgerissen, darum ist es sinnvoll, dass wir es erhalten, insbesondere wenn das Gebäude gesund und qualitativ gebaut ist. Und noch der dritte Aspekt: Die alten Handwerksmeister haben beim Bau Naturwerkstoffe benutzt, die gesundheitsunschädlich sind und somit ein gesundes Raumklima erzeugen.

Schutzanstalt für Natur- und Kulturerbe Maribor (Zavod za varstvo naravne in kulturne dediščine Maribor), 14.6.1990:

Das gemauerte, ebenerdige, unterkellerte Gebäude – das Weinberghäuschen, mit einem steilen Ziegeldach, steht in der Ortschaft längsseits der Straße. Das Gebäude dient dem Wirtschafts- und Wohnzweck und stammt aus dem 19 Jh. Im Gebäudeinneren ist im Teil mit dem offenen Dachstuhl eine klassische Holzkelter erhalten. Der Keller unter dem ganzen Gebäude ist gewölbt. Das Objekt ist ein bedeutendes Kulturerbe mit ethnologischen und architektonischen Charakter. 

Nach der Versicherung der Baufachwelt (Architekt Peter Požauko) hat der Wohnraumteil des Objekts ein großes Renovierungspotenzial, der Anbau hat leider ausgedient und ist architektonisch verzerrt, so dass man ihn in beiden Vorentwurfsvarianten entfernt und mit einem neuen Objekt ersetzt. 

Auf Grund dieser Fachmeinung hat die Architektin Andreja Molinari Fekonja einen Vorentwurf mit zwei Varianten, A und C, vorbereitet.

 
 

Variante C

Das bestehende Objekt wird als ein Wohnobjekt, dass für das Wohnen und zur Vermietung an Touristen gedacht ist, neugestaltet.

 

Fassade – Variante C

 

Der alte Gebäudeteil

Dieser Gebäudeteil wird rekonstruiert. Im Erdgeschoss wird der bisherige Kelterraum in ein Wohnzimmer, ein Sanitärraum und ein Schlafzimmer mit Bad umgestaltet. Das vorhandene Esszimmer und die Küche bleiben erhalten, die Speisekammer wird in ein Technikraum umgestaltet.  Der Eingang vom Hof und die Treppenhausposition bleiben erhalten. Das Treppenhaus wird so neugestaltet, dass gegenwärtige Vorschriften und Standards beachtet werden. Die Nutzfläche des Erdgeschosses beträgt 92,35 m2.

 

Erdgeschossgrundriss

 

Aus dem Tagesraum führt eine Treppe in das Dachgeschoss, wo zwei getrennte Schlafzimmer und ein Badezimmer gestaltet werden. Für den Innenausbau des Dachgeschosses muss im ehemaligen Kelterbereich die Decke gesenkt werden, so dass man im Dachgeschoss genug Höhe für die Zimmergestaltung gewinnt. Die Nutzfläche des Dachgeschosses beträgt 55,20 m2.

 

Dachgeschossgrundriss

 

Es werden alle Holzbauteile ausgewechselt oder renoviert, alle Pflaster und Installationen.  Das Dachgeschoss wird wärmegedämmt.

 

Der neuere Gebäudeteil – der Anbau

Der vorhandene Anbau wird rekonstruiert und teils beseitigt. Das Grunddach bleibt erhalten, die Dachverlängerung wird beseitigt. Die Innenwände und die meisten Außenwände werden entfernt, so dass ein großer gedeckter Raum gewonnen wird, wohin die alte Holzkelter umgestellt wird. Die Raumfläche des Kelterraums ist 60,00 m2.

 

Fassadenpaln – Variante C

 

Außengestaltung

Die Außenfassade und der Gehweg werden renoviert. Der Keller bleibt gleich.Der Hof ist dicht über dem Weingarten, darum wird dort ein Raum fürs Herumsitzen und für das Erfreuen am Ausblick auf die umliegenden Hügel erschaffen. An der nordöstlichen Gebäudeseite, entlang der Gemeindestraße, werden 6 Gästeparkplätze gebaut. Der Serviceweg führt auf den Hügelgipfel zum Weingarten. Auf der südwestlichen Gebäudeseite wird zwischen dem Gebäude und dem Weingarten eine Sitzgelegenheit gestaltet.

 
 
 

Variante A

 

Das bestehende Objekt wird in fünf Apartments für die Touristenvermietung umgestaltet.

 
 

Fassade

 
 

Der alte Gebäudeteil

Dieser Teil wird rekonstruiert. Das Erdgeschoss wird neu in 91,20 m2 große Gemeinschaftsräume gestaltet, die von allen Mietern benutzt werden können. Die Räume werden aus einem Esszimmer, das wie bis jetzt mit der Küche verbunden ist, einem Wohnraum, der im ehemaligen Kelterraum (die Kelter wird entfernt) eingerichtet wird, und einem Sanitärraum gebildet. Dieser Gebäudeteil hat zwei Eingänge, beide sind im Wohnraum. Einer vom verbindenden Außenflur der anderen vier Apartments (NW), der zweite vom Hof (SW). Der Hof ist dicht über dem Weingarten, darum wird dort ein Raum fürs Herumsitzen und für das Erfreuen am Ausblick auf die umliegenden Hügel erschaffen.

 
 

Erdgeschossgrundriss

 
 

Aus dem Wohnraum führt das Treppenhaus in das Dachgeschoss, wo ein 55,20 m2 großes Apartment für 2 – 4 Personen, mit getrennten Wohn- und Schlafzimmer, eingerichtet wird. Für den Apartmentinnenausbau muss im alten Kelterraum eine neue Decke erstellt werden, die im Wohnzimmer die Decke senkt und im Dachgeschoss genügend Höhe für den Zimmerausbau ermöglicht.

 
 

Dachgeschossgrundriss

 
 

Renoviert oder gewechselt werden alle Holzbauteile, Pflaster und Installationen. Die Fassade und der Gehweg werden renoviert. Der Keller bleibt gleich.  

 

Der neuere Teil – der Anbau

Der vorhandene Anbau wird im Ganzen beseitigt. Auf seinem Platz wird ein neuer etagenförmiger Anbau (Keller + EG + DG) gebaut. In ihm werden vier zweistöckige Apartments eingerichtet. Jedes Apartment wird einen Nutzgrundriss von 54,75 m2 haben. Die Apartments haben im Erdgeschoss eine Küche und ein Wohnzimmer mit Terrasse, die nach NW zum Weingarten orientiert ist. Im Dachgeschoss ist das Schlafzimmer und das Bad. Jedes Apartment ist für 2 – 5 Gäste gedacht. Der Apartmenteingänge sind im NW Gebäudeteil durch den Verbindungflur. Der neue Anbau wird im Keller eine Garage und Serviceräume haben. Morphologisch wird er dem alten Gebäudeteil ähnlich sein. Sie werden in den Etagen, in der Höhe, im Volumen und der Orientierung des Dachgrates übereinstimmen. Es wird das gleiche Material wie beim alten Gebäudeteil benutzt.

 
 
 

Querschnitt

 
 

Außengestaltung

An der nordöstlichen Gebäudeseite, entlang der Gemeindestraße, werden 6 Gästeparkplätze gebaut. Die Parkplätze sind in der Nähe der Apartmenteingänge. Über den Parkplatz verläuft auch die Zufahrt in den neuen Keller, wo sich noch ein Parkplatz befindet.   Der Serviceweg führt auf den Hügelgipfel zum Weingarten. Auf der südwestlichen Gebäudeseite wird zwischen dem Gebäude und dem Weingarten eine Sitzgelegenheit gestaltet.

 
 

Situation