Die Familie Probst 1861 – 1946

Der erste Eintrag des Anwesens ist im Grundbuch unter dem Namen Theresia Probst mit dem Datum 1861 datiert. 1893 wechselt das Anwesen den Besitzer, von nun an ist es Josefine Probst. Aus dem Buch Vom Leben an der Grenze (*) des Autors Franz Josef Schobers geht hervor, dass Dipl. Ing. Franz Probst (1864 – 1915) und seine Frau Carmela (1865 – 1915) später das Weingut in Sp. Hlapje verwalteten. Sie hatten vier Kinder: Franz Mani (1893 – 1914), Viktoria (1894 – 1951), Hans Tito (1897 – 1934) und Friedrich (1900 – 1966). Die Familie lebte wechselweise in Graz und Sp. Hlapje.

Kataster:

  • 1861 – Theresia Probst

  • 1893 – Josefine Probst

  • bis 1915 – Dipl. Ing. Franz          Probst und Carmela

  •  1930 – Friedrich Probst

 
 
 
 

1915 starben die Eltern Carmela und Franz, 50 und 51 Jahre alt. Nach ihrem Tod geht das Anwesen in die Hände der Kinder. Von 1930 an lebte und bewirtschaftete das Anwesen Friedrich Probst.

(*Das Buch erschien 2009 in den wissenschaftlichen Publikationen bei Pavelhaus)

 
Pogled proti zidanici
 

Familie Zupanič 1990 – 2015

Ivica in Ivan Zupanič kauften das Anwesen am 21.12.1990 von Frau Marija Potočnik. Sofort beginnen sie mit der Renovierung, zuerst des Hauses und in den folgenden Jahren mit der vollständigen Erneuerung des Weingartens. Die Renovierung endet 1996, als sie mit dem Weinverkauf unter dem Markennamen Hlapec beginnen. Im Weiteren investieren sie viel in die Modernisierung der Kellereiausrüstung und der Weingarten-Bearbeitungsmaschinerie.

  • 1990 – Kauf des Anwesens

  • 1991 – Hausrenovation

  • 1992 – 1996 – Weingartenerneuerung

 
 
 
 

Der Markenname Hlapec behauptet sich schnell auf dem Markt mit einigen vielbeachteten Preisen in Lokalwettbewerben und Wettbewerben mit größerer Reichweite. Besonders zeichneten sich die Rebensorten Sauvignon und Pinot gris mit Höchstnoten für die Normalweinlese ab. Der Welschriesling war eine Garantie für ausgezeichnete Prädikate.

 
 
 

Die Geschichte von Jakobstal (Jakobski Dol)

Die Kirche St. Jakob, die 1785 eine Pfarrkirche wurde, wurde schon am Ende des 14. Jh. als Kapelle errichtet. Im Jahr 1532 wurde sie verwüstet und 1535 wieder neugebaut. Der älteste Teil der heutigen Kirche ist das Kirchenschiff mit Stützpfeilern. Der Kirchturm, der 1850 erhöht wurde, und das Presbyterium sind jünger. Die zwei Kapellen sind aus dem Jahr 1686. In das Exterieur ist ein römisches Epitaph eingebaut. Die Matrikel reichen ins Jahr 1740. Auf Ritiže stand im 13. Jahrhundert eine Burg der sanktpaulinischen Vasallen Ritiš, von denen es aber schon lange keine Spur mehr gibt. Früher stand im Ort auch ein auseinanderfallendes Schlösslein Sp. Jakobski Dol, welches um das Jahr 1690 von Gottfired Beck – Wildmanstetter erbaut wurde.  Die Schulbildung beginnt 1783.

  • 13. Jahrhundert Ritiš Burg

  • 14. Jahrhundert Erbauung der Kapelle

  • 1532 Verwüstung der Kirche

  • 1785 die Kirche wird eine Pfarrkirche

  • 1690 Schloss Wildmanstetter

  •  1783 reguläre Schule

 
 

( Georg Matthäus Vischer, Topographia Ducatus Stiriae, Gradec 1681 )

 
 

Das Schloss Jakobski Dol wurde 1678 von der Frau des Grazer Advokaten, Landessekretärs und Beamten Dr. Gottfired von Beck – Widmannstetter erbaut. Von der ehemaligen Schlosskomposition blieb nur der einstöckige südwestliche Trakt erhalten. Die einst vorbildlichen Arkadenwände sind jetzt ganz eingemauert. Ebenso gibt es keine Spur mehr von den Türmen, die die Fassade des heute verlassenen Gebäudes geziert haben. Das Schloss ist ganz unterkellert. In den Kellerräumen waren das Verlies und unterirdische Gänge, die zum nahe gelegenen Steinbruch führen.